Gehalt als Restaurantfachmann / Gehalt als Restaurantfachfrau

Die Tätigkeit als Restaurantfachmann oder Restaurantfachfrau gehört zu den wichtigsten in der gastronomischen Branche. Wer einen guten Eindruck bei den Gästen macht, ihnen jeden Wunsch von den Augen abliest und mit Schnelligkeit und Freundlichkeit punkten kann, sichert dem Arbeitgeber langfristig Gäste. Bei so einem verantwortungsvollen Job sollte das Gehalt doch stimmen, oder? Wir haben das Mal unter die Lupe genommen.
 
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Gehalt in der Ausbildung

Der Beruf des Restaurantfachmans oder der Restaurantfachfrau ist ein klassischer dualer Ausbildungsberuf. Das bedeutet, dass der Auszubildende im Betrieb alles zum Thema Service, Servieren, Anrichten und Gastro-Alltag lernt. Außerdem muss an einigen Tagen in der Woche die Schulbank gedrückt werden: Mathe, Englisch und Deutsch sind Fächer, die im Berufsalltag wichtig sind. Um Restaurantfachfrau oder Restaurantfachmann zu werden, ist formal kein bestimmter Schulabschluss vorausgesetzt. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Doch wie viel verdient ein Restaurantfachmann oder eine Restaurantfachfrau in der Ausbildung?

Wer einen Ausbildungsplatz ergattert hat kann sich auf ein, meist tariflich festgelegtes, Gehalt zwischen 440 bis 710 Euro brutto im ersten Lehrjahr freuen. Im zweiten Ausbildungsjahr kann der Auszubildende im Schnitt mit 550 bis 800 Euro rechnen. Im dritten und letzten Ausbildungsjahr liegt der Verdienst eines Restaurantfachmanns oder einer Restaurantfachfrau zwischen 610 und 890 Euro brutto.
 

Nicht überall winkt der gleiche Verdienst

Grundsätzlich liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Restaurantfachmanns beziehungsweise einer Restaurantfachfrau mit etwa 1.400 bis 1.800 Euro brutto etwas über dem Gehalt ähnlicher Berufe der Branche. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung können Restaurantfachleute mit einem Durchschnittsverdienst von etwa 1.750 bis 2.000 Euro brutto monatlich rechnen. Ein großes Plus der Branche wirkt sich auch auf den Geldbeutel der Restaurantfachkräfte aus. Wer im Service tätig ist, kann mit Trinkgeld rechnen. In Deutschland liegt der Standard bei etwa 10 Prozent des Rechnungsbetrags. Dabei gilt: Aufmerksamkeit und Freundlichkeit verbessern die Chancen auf ein gutes Trinkgeld!

Wer sich für den Beruf interessiert, sollte außerdem beachten, dass die Gehaltsaussichten stark standortabhängig sind. Restaurantfachleute in Bayern, Barden-Württemberg und in Hessen verdienen mehr als Hotelfachleute in Brandenburg, Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern. Die Tabelle gibt einen Überblick, in welchen Bundesländern mit welchen Verdiensten zu rechnen ist.

Bundesland Ø Gehalt
Baden-Württemberg 2.000 €
Bayern 1.950 €
Berlin 1.730 €
Brandenburg 1.430 €
Bremen 1.778 €
Hamburg 1.939 €
Hessen 2.100 €
Mecklenburg-Vorpommern 1.400 €
Niedersachsen 1.700 €
Nordrhein-Westfalen 1.850 €
Rheinland-Pfalz 1.800 €
Saarland 1.730 €
Sachsen 1.450 €
Sachsen-Anhalt 1.400 €
Schleswig-Holstein 1.650 €
Thüringen 1.450 €

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Weiterbildungen verbessern die Gehaltschancen

Spätestens nach der Ausbildung wünschen sich viele Berufseinsteiger finanzielle Unabhängigkeit. Besonders in der Gastronomie schmälern Überstunden sowie die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen den Stundenlohn. Wem das nicht passt, der sollte sich weiterbilden. Besonders beliebt in diesem Bereich ist die Weiterbildung zum Fachwirt im Gastgewerbe. Als Fachwirt im Gastgewerbe stehen die Türen zu leitenden Aufgaben in Hotel- und Gastgewerbe offen. 18 Monate Zeit und Lernbereitschaft in die Weiterbildung zu investieren, zahlt sich aus: Es winkt eine Gehaltssteigerung von etwa 500 Euro brutto.

Grundsätzlich gilt: Wer ein Händchen für Kreativität, Spaß am Umgang mit Menschen und Organisationstalent hat, wer Teamarbeit liebt und Überstunden nicht scheut, ist in diesem Job richtig aufgehoben.