Gehalt als Hotelfachmann / Hotelfachfrau

Dem Gast die Wünsche von den Augen ablesen, mit Menschen aus aller Welt kommunizieren und den Überblick über alle Abteilungen und Aufgaben eines Hotels bewahren – der Job einer Hotelfachkraft erfordert viel Improvisationstalent, Organisation und Köpfchen. Doch entspricht das Gehalt den Herausforderungen des Berufs? Hier erfahrt ihr mehr. 

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Gehalt in der Ausbildung

Wer sich für den Beruf Hotelfachfrau oder Hotelfachmann entscheidet, muss zunächst eine in der Regel dreijährige Ausbildung absolvieren. Ein bestimmter Schulabschluss ist dabei meist nicht gefordert. Dennoch kann ein Großteil der Bewerber einen mittleren Schulabschluss vorweisen. Wichtiger als formale Qualifikationen sind jedoch die Begeisterung für das Hotelwesen, kommunikative Stärke, gute Umgangsformen und Teamfähigkeit.

Im Anschluss an die erfolgreiche Bewerbung, verdient der neue Auszubildende zunächst etwa 650 bis 750 Euro brutto. Im zweiten Ausbildungsjahr kann der Auszubildende im Schnitt mit 750 bis 850 Euro rechnen und im dritten Jahr sind zwischen 800 und 900 Euro brutto drin. Während der Ausbildung durchlebt der angehende Hotelfachmann oder die angehende Hotelfachfrau alle Abteilungen des Hotels. Zu den Ausbildungsinhalten gehören daher der Empfang, die Reservierung, der Service, die Veranstaltungsabteilung mit Bankett und der Verkauf. Auch unbeliebte Aufgaben wie Housekeeping und Etagenservice gehören zu der Ausbildung und dem Beruf einer Hotelfachkraft.

Nicht überall winkt das gleiche Gehalt

Nach der Ausbildung spezialisiert sich der gelernte Hotelfachmann bzw. die gelernte Hotelfachfrau auf einen Bereich in der Hotellerie. Abhängig von der Abteilung unterscheidet sich das durchschnittliche Gehalt. Eine Hotelfachkraft im Housekeeping verdient beispielsweise weniger als ein Verkaufsmitarbeiter.

Grundsätzlich liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Hotelfachmanns bzw. einer Hotelfachfrau bei etwa 1.600 Euro brutto. Einige Jahre Berufserfahrung können das durchschnittliche Gehalt auf etwa 1.800 Euro brutto steigern. Vorbildlich ist der Beruf in Sachen Genderfairness: Der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen beträgt nur etwa 100 Euro.

Wer sich für den Beruf interessiert, sollte außerdem beachten, dass die Gehaltsaussichten stark standortabhängig sind. Hotelfachleute in Bremen, Barden-Württemberg und Saarland verdienen mehr als Hotelfachleute in Brandenburg, Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern. Davon ausgenommen sind Tourismusstandorte wie Leipzig oder Dresden. Die Tabelle gibt einen Überblick, in welchen Bundesländern mit welchen Verdiensten zu rechnen ist.

Bundesland Ø Gehalt
Baden-Württemberg 1.900 €
Bayern 1.850 €
Berlin 1.650 €
Brandenburg 1.350 €
Bremen 1.700 €
Hamburg 1.850 €
Hessen 2.000 €
Mecklenburg-Vorpommern 1.300 €
Niedersachsen 1.600 €
Nordrhein-Westfalen 1.750 €
Rheinland-Pfalz 1.700 €
Saarland 1.650 €
Sachsen 1.350 €
Sachsen-Anhalt 1.350 €
Schleswig-Holstein 1.550 €
Thüringen 1.400 €

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Zum Karriereziel duch Weiterbildungen

Das Karriereziel von Hotelfachleuten ist oft klar: Viele streben den Beruf des Hoteldirektors, einer der wichtigsten Personen eines Hotels, an. Weiterbildungen zum Fachwirt im Gastgewerbe, zum „staatlich geprüften Hotelbetriebswirt“ oder zum Hotelmeister verbessern die Gehaltschancen und ermöglichen Zugang zu Führungspositionen. Die Fortbildung zum Hotelmeister qualifiziert beispielsweise nachweislich bei der Handelskammer für den Beruf des Hoteldirektors. Auch ein Studium im Bereich Betriebswirtschaft oder Tourismus kann auf der Karriereleiter nach oben verhelfen.

Vom Auszubildenden im ersten Lehrjahr bis zum Hoteldirektor – in der Hotellerie kommt es vor allem auf guten Zusammenhalt und Teamarbeit an, um die wichtigsten Ziele der Hotellerie zu erfüllen: Zufriedene Gäste und steigender Verkauf.